Praxis · 5 Min Lesezeit
Du denkst dein CAC liegt bei 40 Euro. Tatsächlich liegt er bei 180. Der Unterschied sind die Kosten die du vergisst. Hier ist die echte Formel.
Die meisten Gründer rechnen so: Werbebudget geteilt durch Neukunden gleich CAC. 2.000 Euro Google Ads, 50 neue Kunden, CAC ist 40 Euro. Fühlt sich super an.
Das ist nicht CAC. Das ist Cost per Lead oder im besten Fall Cost per Acquisition auf einem einzigen Kanal. Echter CAC ist etwas anderes. Und er ist fast immer höher als du denkst.
Das Wort das alles ändert ist alle. CAC ist nicht das was du an Google gezahlt hast. CAC ist alles was nötig war um diesen Kunden zu bekommen zusammengerechnet.
Fast alle Kunden vergessen mindestens vier Posten. Nimm sie jetzt dazu:
Agentur mit 5 Mitarbeitern, Monatswerte:
Nicht 40 Euro. 641 Euro. Das ist der Unterschied zwischen einer Zahl die gut aussieht und einer Zahl auf der man Entscheidungen treffen kann.
Sobald du den echten CAC kennst, musst du nur noch eine Frage beantworten: Was ist ein Kunde mir wert über seine gesamte Lebenszeit? (Das ist der Customer Lifetime Value, CLV.)
Die Goldene Regel: CLV sollte mindestens 3x so hoch sein wie CAC. Ist das nicht der Fall, hast du kein Wachstumsproblem. Du hast ein Geschäftsmodell-Problem.
Bei CAC 641 € heißt das: Ein Kunde muss dir über die Zeit mindestens 1.923 € Deckungsbeitrag bringen. Tut er das nicht, verlierst du mit jedem Neukunden Geld. Mehr Marketing macht es schlimmer, nicht besser.
Viele berechnen den echten CAC einmal, schlucken, und fahren dann trotzdem wie bisher weiter. Das ist nicht Marketing das ist Hoffen.
Der richtige nächste Schritt ist nicht mehr Marketing. Der richtige nächste Schritt ist: entweder den Preis erhöhen, den Lifetime-Value erhöhen (Upsells, längere Bindung) oder den CAC senken (schärfere Zielgruppe, besserer Funnel). Oft sind es alle drei zusammen.
Wenn dein CAC zu hoch ist
Bring deine CAC- und CLV-Zahlen mit. Wir gehen sie durch und finden die zwei oder drei Hebel die bei dir am schnellsten wirken. Ehrlich, konkret, ohne Standardsatz.
Zahlen gemeinsam prüfen →30 Minuten · Direkt mit Simon Förstemann