Orientierung · 6 Min Lesezeit
Beide arbeiten im Marketing. Beide kosten Geld. Aber sie lösen grundverschiedene Probleme. Wer das nicht versteht, zahlt oft doppelt: einmal für die falsche Wahl und einmal für die Korrektur.
Die häufigste Fehlentscheidung: Ein Unternehmen dessen Marketing nicht funktioniert engagiert eine neue Agentur. Die Agentur macht alles ordentlich, die Ergebnisse bleiben aus. Die Agentur wird wieder gewechselt. Das Muster wiederholt sich. Das Problem war nie die Agentur.
Das Problem war, dass das Unternehmen gar nicht wusste was es wirklich braucht. Eine Agentur ist ein Ausführungsinstrument. Ein Berater ist ein Diagnoseinstrument. Wer das falsche Instrument wählt, löst das falsche Problem.
Eine Marketingagentur übernimmt die operative Umsetzung von Marketingmaßnahmen. Dafür hat sie Teams: Texter, Designer, Media-Planer, SEO-Spezialisten, Social-Media-Manager. Die Agentur produziert, schaltet, optimiert und reportet.
Eine Agentur braucht eine klare Aufgabe: Schalte Ads für dieses Produkt. Produziere Content für diesen Kanal. Baue diese Website. Sie ist dann sehr effizient und liefert verlässlich. Sie ist weniger gut darin zu sagen ob das die richtige Aufgabe ist.
Eine Agentur verdient Geld damit, dass sie mehr produziert und mehr schaltet. Das ist kein Vorwurf, das ist ein struktureller Anreiz. Eine gut geführte Agentur berät ehrlich trotzdem. Aber der Mechanismus ist da.
Ein unabhängiger Berater hat keinen Grund, mehr zu empfehlen als nötig. Er verdient an seiner Beratungszeit, nicht an Mediavolumen oder Produktion. Das macht seine Empfehlungen strukturell unabhängiger.
Ja, und das ist oft die beste Lösung. Ein Berater entwickelt die Strategie, definiert Zielgruppen und Botschaft, gibt den Agenturen klare Briefings und überwacht die Ergebnisse strategisch. Die Agenturen führen aus.
Ich arbeite regelmäßig parallel zu Agenturen. Meine Aufgabe ist dann sicherzustellen dass alle Agenturen in die gleiche Richtung arbeiten und die Strategie nicht in der Umsetzung verloren geht. Das passiert öfter als man denkt.
Marketingagenturen arbeiten meist mit monatlichen Retainern (1.500 bis 15.000 Euro je nach Leistungsumfang) oder Projektpreisen. Dazu kommt das Mediabudget das separat fließt.
Marketingberater berechnen Tagessätze (800 bis 3.000 Euro je nach Erfahrung und Profil) oder Projektpauschalen. Ein typisches Beratungsprojekt über drei Monate kostet zwischen 8.000 und 40.000 Euro.
Wer beides zusammenrechnet und mit dem Ergebnis vergleicht, merkt: der teuerste Weg ist eine Agentur ohne strategische Grundlage.
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